Vitamin D & Sonnenlichtmangel im Herbst und Winter
Die Tage werden kürzer, die Jacken dicker und viele Stunden verbringen wir drinnen. Mit der kälteren Jahreszeit verändert sich auch die körpereigene Bildung von Vitamin D. Was bedeutet das für den Alltag? Ein bewusster Blick auf Ernährung, Aufenthalte im Freien und den persönlichen Bedarf hilft, das Thema einzuordnen.
Warum Sonnenlicht eine Rolle spielt
Vitamin D nimmt unter den Vitaminen eine besondere Stellung ein: Der Körper kann es mithilfe von UVB-Strahlung in der Haut selbst bilden. Entscheidend ist dabei nicht allein, wie hell es draussen ist. Auch Jahreszeit, Sonnenstand, Hauttyp, Alter und bedeckte Haut beeinflussen die Bildung.
In der Schweiz reicht die Sonneneinstrahlung im Winter häufig nicht aus, um genügend Vitamin D in der Haut zu bilden. Ein Spaziergang bleibt eine gute Gelegenheit für Bewegung und Zeit im Freien – er garantiert in dieser Jahreszeit jedoch keine ausreichende Vitamin-D-Versorgung. Auch Sonnenlicht hinter einer Fensterscheibe ermöglicht keine entsprechende Bildung, weil Glas die dafür nötige UVB-Strahlung weitgehend abhält.
Welche Lebensmittel Vitamin D liefern
Vitamin D ist von Natur aus nur in wenigen Lebensmitteln enthalten. Fettreiche Fische wie Lachs, Hering oder Makrele gehören zu den Quellen. Eigelb liefert kleinere Mengen. Bei Pilzen hängt der Gehalt unter anderem davon ab, ob sie UV-Licht ausgesetzt waren.
Auch angereicherte Lebensmittel können beitragen. Prüfen Sie dafür die Angaben auf der Verpackung: Nicht jeder Pflanzendrink und nicht jedes Milchprodukt enthält zugesetztes Vitamin D. Eine abwechslungsreiche Ernährung bleibt die Grundlage; wie viel Vitamin D sie liefert, hängt von der konkreten Lebensmittelauswahl ab.
Den persönlichen Bedarf berücksichtigen
Weniger Sonnenlicht bedeutet nicht automatisch, dass bei jeder Person ein Vitamin-D-Mangel vorliegt. Die Versorgung unterscheidet sich individuell. Wer selten nach draussen geht, seine Haut weitgehend bedeckt oder Fragen zur Versorgung im höheren Alter hat, kann sich in der Apotheke oder ärztlich beraten lassen.
Ob eine Ergänzung oder eine Bestimmung des Vitamin-D-Spiegels sinnvoll ist, lässt sich im persönlichen Gespräch klären. Eine allgemeine Empfehlung ersetzt keine individuelle Einschätzung.
Nahrungsergänzungsmittel bewusst auswählen
Vitamin-D-Nahrungsergänzungsmittel gibt es beispielsweise als Tropfen, Tabletten oder Kapseln. Bei der Auswahl zählen die enthaltene Menge pro Tagesportion, die Anwendung und bereits verwendete Ergänzungen. Mehrere Produkte können denselben Nährstoff enthalten; deshalb lohnt sich ein Vergleich der Etiketten.
Halten Sie sich an die empfohlene tägliche Verzehrmenge auf der Verpackung und überschreiten Sie diese nicht. Hoch dosierte Produkte sollten nicht eigenständig eingesetzt werden. Für Kinder sowie während Schwangerschaft und Stillzeit ist eine alters- beziehungsweise situationsgerechte Beratung sinnvoll.
Gut informiert durch die dunklere Jahreszeit
Planen Sie Bewegung im Freien und abwechslungsreiche Mahlzeiten fest in Ihren Alltag ein. Wenn Sie unsicher sind, wie Sie Ihre Vitamin-D-Versorgung einschätzen sollen, lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten.
Hinweis: Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Bewahren Sie sie ausserhalb der Reichweite von kleinen Kindern auf.
Die angegebene Tagesdosis sollte nicht überschritten werden.“ • „Ein Nahrungsergänzungsmittel ersetzt nicht eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung sowie einen gesunden Lebensstil.“ • „Ausserhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren.